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Methodik

Vertrauen ist unser wichtigstes Kapital. Hier steht, woher unsere Zahlen kommen, wie wir sie berechnen, was wir weglassen und wo die Grenzen liegen.

Woher die Daten kommen

Wir nutzen öffentliche Fahrplandaten der Deutschen Bahn (Timetables-API). Piet Brömmel sammelt sie und veröffentlicht sie als offenen Datensatz unter der Lizenz CC BY 4.0, in monatlichen Dateien. Wir verwenden keine Live-Schnittstellen der Bahn. Von jeder Datei, die wir nutzen, bewahren wir eine eigene Kopie auf und prüfen beim Laden die Prüfsumme.

Was „pünktlich“ heißt

Wir nehmen die Verspätung beim Halt (bei der Abfahrt, sonst bei der Ankunft) in ganzen Minuten. Pünktlich heißt: weniger als 6 Minuten Verspätung. Gezählt wird über alle Halte, die stattgefunden haben. Ausgefallene Halte zählen wir getrennt und rechnen sie nicht als verspätet. Als tatsächliche Zeit gilt die zuletzt gemeldete Zeit; wurde für einen Halt keine Änderung gemeldet, setzt die Quelle die planmäßige Zeit ein, und der Halt zählt als pünktlich.

Was wir weglassen

Wir lassen Geisterzeilen, zusätzliche Halte und Halte von Ersatzzügen weg. Das sind etwa 1,2 Prozent der Zeilen. Monate, in denen in den Quelldaten zu viele Stunden fehlen (bisher der Juli 2026), fehlen in unseren Rankings. Für Rekordtage verwenden wir nur Tage mit vollständigen Daten.

Vergleich mit den offiziellen Zahlen der Bahn

Von Monat zu Monat folgen unsere Werte den offiziellen Pünktlichkeitswerten der Bahn (Korrelation 0,97 bis 0,99 über zehn Monate). Unser Niveau liegt aber niedriger: etwa 2 Prozentpunkte bei vergleichbaren Zügen und 2,5 bis 3 Punkte bei allen Betreibern zusammen. Die Bahn rechnet ausgefallene Halte vermutlich nicht als verspätet. Darum nennen wir unsere Zahlen nie „die Pünktlichkeit der Bahn“.

Uhrzeit und Wochentag

Die Stunde ist die geplante Stunde des Halts. Die Zeitstempel der Quelle sind nach deren Beschreibung deutsche Ortszeit (Europe/Berlin) ohne Zeitzonenangabe, und die Tagesmuster (Pendlerspitzen gegen 7 bis 8 und 17 bis 18 Uhr, ruhige Nacht) passen dazu. In den Nächten der Zeitumstellung kann es deshalb zu Abweichungen um eine Stunde kommen; das haben wir nicht gesondert behandelt.

Grenzen

Zughalte sind geplante Halte, keine Fahrgäste. Wie voll ein Zug war, wissen wir nicht. Bahnhofs-Rankings hängen davon ab, welche Zugarten dort halten, deshalb vergleichen wir getrennt nach Fern-, Regional- und S-Bahn-Verkehr. In den Nachtstunden fahren sehr viel weniger Züge, die Werte sind dort weniger stabil. Alle Zahlen sind historisch und keine Garantie für die Zukunft.

Aktualisierung und Korrekturen

Neue Monate laden wir automatisch, sobald die Quelle sie veröffentlicht. Die Rankings und Grafiken auf dieser Seite aktualisieren wir von Hand. Fehler melden Sie bitte an info@infinitmomentum.com, wir prüfen und korrigieren sie.

Niederländische Daten

Für die Niederlande nutzen wir das Zugarchiv von Rijden de Treinen (Lizenz CC BY 4.0), das auf Echtzeitdaten der NS beruht: eine Zeile je Halt mit geplanter Zeit, Verspätung in Minuten und Ausfallkennzeichen, Daten seit 2019. Es gelten dieselben Regeln wie oben (Verspätung bei der Abfahrt, sonst bei der Ankunft; pünktlich heißt unter 6 Minuten, gezählt über die Halte, die gefahren sind). Die NS selbst zählt ab 3 Minuten. Unsere niederländischen Zahlen sind deshalb nicht mit den offiziellen Zahlen der NS vergleichbar.

Halte mit mehr als 600 Minuten Verspätung lassen wir weg, es sind sehr wenige und wahrscheinlich Datenfehler (im August 2026 0,009 Prozent). Ersatzbusse zählen weder zum Fern- noch zum Regionalverkehr. Fernverkehr sind Intercity, Intercity direct, ICE, EuroCity, Eurostar und Nachtzüge, Regionalverkehr sind Sprinter, Stoptrein und Sneltrein. Einzelne Halte im Ausland (zum Beispiel in Deutschland oder Belgien) gehören zu niederländischen Verbindungen und sind in den Zahlen enthalten. Die Ausfallquote zählt Halte, nicht ganze Züge. Die Bahnhofskoordinaten (Rijden de Treinen, CC0) und die Gleisdaten (ProRail, laut Katalog CC0) nutzen wir nur für Animationen.

Schweizer Daten

Für die Schweiz nutzen wir die Ist-Daten von opentransportdata.swiss (Quelle: opentransportdata.swiss). Es ist keine Creative-Commons-Lizenz, sondern es gelten die Nutzungsbedingungen der Plattform. Die Auswertung und Zusammenfassung veröffentlichen wir unter unserem eigenen Namen. Die Daten enthalten je Halt die geplante Zeit und die Ist-Zeit oder die zuletzt empfangene Prognose. Wir zählen nur gemessene Zeiten: Halte ohne gemessene Zeit (rund 2 Prozent der Halte) lassen wir weg, ausgefallene Halte zählen immer. Es gelten dieselben Regeln wie oben: pünktlich heißt unter 6 Minuten, gezählt über die Halte, die gefahren sind. Die SBB zählen ab 3 Minuten. Unsere Schweizer Zahlen sind deshalb nicht mit den offiziellen Zahlen der SBB vergleichbar. Wo die Quelle als Ist-Zeit die zuletzt empfangene Prognose liefert, können die Werte zu günstig ausfallen. Auch mit Deutschland und den Niederlanden sind sie nicht direkt vergleichbar.

Wir werten nur Züge aus (Busse, Trams und Schiffe in der Quelle bleiben außen vor) und nur Halte in der Schweiz: Auslandsabschnitte grenzüberschreitender Züge fehlen in der Monatsdatei. Durchfahrten ohne Halt zählen wir nicht, Verspätungen über 600 Minuten lassen wir weg. Fernverkehr sind IC, IR, EC, ICE, TGV, RJX, NJ und PE, S-Bahn sind S und SN, Regionalverkehr sind alle übrigen Zugarten. Die Ausfallquote zählt Halte, nicht ganze Züge: Im Mai 2026 hatten 5,3 Prozent der Fahrten mindestens einen ausgefallenen Halt, 1,1 Prozent fielen ganz aus. Das Archiv endet im Juni 2026, unser Zeitraum ist November 2025 bis Juni 2026.

Belgische Daten

Für Belgien nutzen wir die offenen Pünktlichkeitsdaten von Infrabel (Lizenz CC0): eine Zeile je Messpunkt eines Zuges an einem Betriebstag, mit geplanter und tatsächlicher Zeit und der Verspätung in Sekunden. Die Quelle enthält nur Züge, die tatsächlich gefahren sind. Ausgefallene Züge fehlen, deshalb weisen wir für Belgien keine Ausfallquote aus, und die Werte sind günstiger als die Wirklichkeit. Mit den anderen Ländern sind sie nicht vergleichbar. Eine Verspätung zählen wir wie überall ab 6 Minuten (Abfahrtsverspätung, sonst Ankunftsverspätung, abgerundet auf ganze Minuten). Infrabel und die SNCB nutzen eigene Kennzahlen.

Die Dateien führen auch Messpunkte, an denen ein Zug nur durchfährt. Eine Zeile, bei der die tatsächliche Ankunft und die tatsächliche Abfahrt auf die Sekunde gleich sind, behandeln wir als Durchfahrt und zählen sie nicht. In einer Prüfung traf das bei weniger als etwa 1 Prozent der sicheren Halte fälschlich zu. Verspätungen über 600 Minuten lassen wir weg. Zeitraum sind Januar bis August 2026: Davor wurden S-Trains in der Quelle anders bezeichnet, die Aufteilung nach Zugarten wäre nicht vergleichbar. Fernverkehr sind IC, ICE, EC, TGV, Thalys, Eurostar und internationale Züge (INT), Regionalverkehr L und P, S-Bahn die S-Trains. Extra- und Sonderzüge zeigen wir nicht.

Koordinaten der Messpunkte und die Gleise für die Videos stammen aus den offenen Daten von Infrabel (CC0). Provinzen und Gemeinden ordnen wir den Messpunkten über die Verwaltungsgrenzen von Eurostat GISCO zu (© EuroGeographics); die Region Brüssel-Hauptstadt zählt als eigene Einheit.

Linien

In den Daten steht für Regional- und S-Bahn-Züge nur ein kurzer Liniencode wie S1 oder RE1, und derselbe Code wird in vielen Netzen benutzt. Deshalb fassen wir für jeden Monat Halte mit demselben Code zu einer Linie zusammen, wenn sie über aufeinanderfolgende Bahnhöfe verbunden sind (mindestens 3 Fahrten pro Verbindung). Gleiche Codes in verschiedenen Städten teilen keinen Bahnhof und trennen sich so von selbst.

Damit eine Linie über die Monate dieselbe bleibt, ordnen wir jeden Monat die gefundenen Gruppen den schon bekannten Linien zu (gleicher Code, mindestens 30 Prozent gemeinsame Bahnhöfe). Wird eine Linie zeitweise anders gefahren, kann sie dadurch in zwei Linien zerfallen; das sehen wir bei einzelnen Linien (zum Beispiel in Stuttgart und Leipzig). Namen entstehen einmal beim Anlegen einer Linie und können Eigenheiten haben (die Nürnberger S1 heißt bei uns nach Erlangen).

Alle Linienzahlen sind unsere Auswertung der öffentlichen Fahrplandaten und nicht die Messung der Deutschen Bahn oder eines Verkehrsunternehmens.

Wie viel Zeit sollte ich einplanen? (Bahnhofsseite)

Die Seite zeigt für einen Bahnhof, eine Zugart (Fern-, Regional- oder S-Bahn-Verkehr), eine Tagesgruppe (Montag bis Donnerstag, Freitag, Samstag oder Sonntag) und eine geplante Stunde, welcher Anteil der gefahrenen Halte pünktlich war (weniger als 6 Minuten Verspätung) und welcher 6 Minuten oder mehr zu spät war, welcher Anteil der Halte ausgefallen ist, dazu den Median der Verspätung und einen Puffer. Gezählt werden alle Halte der ausgewerteten Monate in dieser Stunde; den Zeitraum nennt die Seite selbst. Feiertage und Ferien rechnen wir nicht heraus. Quelle und Ausschlüsse sind dieselben wie oben.

Zwei Messgrößen. „Ich steige hier aus“ zählt die Ankunftsverspätung: tatsächliche minus planmäßige Ankunftszeit an diesem Bahnhof, in ganzen Minuten. Die Stunde ist die planmäßige Ankunftsstunde, und ein Halt gilt als ausgefallen, wenn seine Ankunft ausgefallen ist. „Ich steige hier ein“ zählt die Abfahrtsverspätung mit der planmäßigen Abfahrtsstunde; ein Halt gilt als ausgefallen, wenn Ankunft oder Abfahrt ausgefallen ist, wie in den anderen Tabellen dieser Website. Der erste Halt einer Fahrt hat keine Ankunft und fehlt deshalb bei „Ich steige hier aus“; der letzte hat keine Abfahrt und fehlt bei „Ich steige hier ein“. Als tatsächliche Zeit gilt die zuletzt gemeldete Zeit; wurde keine Änderung gemeldet, setzt die Quelle die planmäßige Zeit ein, und der Halt zählt als pünktlich (0 Minuten). Einen Halt ohne tatsächliche Zeit gibt es in den Daten deshalb nicht.

Die beiden Messgrößen weichen oft voneinander ab. Bei Halten, die gefahren sind und alle vier Zeiten haben (geplante und tatsächliche Ankunft und Abfahrt), war die Ankunftsverspätung von November 2025 bis September 2026 (ohne Juli) in 52,9 Prozent der Fälle gleich der Abfahrtsverspätung, in 16,1 Prozent größer und in 31,0 Prozent kleiner. Im Mittel lag sie 0,24 Minuten darunter. Die anderen Tabellen dieser Website zählen die Verspätung bei der Abfahrt (die Ankunft nur am letzten Halt einer Fahrt); die Ankunftszahlen dieser Seite sind mit ihnen deshalb nicht vergleichbar.

Der Puffer ist die Verspätung, die in 9 von 10 gefahrenen Halten nicht überschritten wurde: die kleinste ganze Minute, bei der mindestens 90 Prozent der gefahrenen Halte höchstens so viel Verspätung hatten (90. Perzentil). Vor der Berechnung begrenzen wir die Verspätungen auf −15 bis +300 Minuten; ein Halt mit 8 Stunden Verspätung zählt dafür wie einer mit 5 Stunden. Ist der Wert 0 oder negativ, zeigen wir „nicht später als planmäßig“ und einen Puffer von 0. Eine Stunde zeigen wir nur, wenn sie mindestens 30 Halte hat (ausgefallene eingeschlossen) und mindestens ein Halt gefahren ist. Wir runden nicht auf und fassen keine Stunden zusammen.

Wir prüfen die Auswertung an sich selbst. Dazu bilden wir alle Zahlen aus allen Monaten außer dem neuesten und prüfen sie am neuesten Monat: Welcher Anteil der gefahrenen Halte lag innerhalb des gezeigten Puffers (Ziel: 90 Prozent), und wie weit lag der vorhergesagte Anteil pünktlicher und ausgefallener Halte daneben? Zum Vergleich dient eine einfache Schätzung ohne Bahnhofswissen: der Durchschnitt des ganzen Netzes für dieselbe Zugart, Tagesgruppe und Stunde. Das Ergebnis beim Test mit September 2026 als Testmonat: Über alle Bahnhöfe trifft der Puffer die 90 Prozent im Durchschnitt nahe, und der Netzdurchschnitt trifft sie fast ebenso gut. Im Fernverkehr liegen beide darunter, der Puffer des Bahnhofs etwas näher an 90 Prozent; im S-Bahn-Verkehr liegen beide darüber. Bahnhofsdaten verbessern die Abdeckung des Puffers also insgesamt nicht. Den Anteil pünktlicher Halte schätzen sie deutlich genauer (im Mittel um etwa 6 statt 10 Prozentpunkte daneben), den Anteil ausgefallener Halte nur etwas genauer (um etwa 0,4 Prozentpunkte). Getestet werden nur Bahnhofsstunden mit mindestens 30 gefahrenen Halten im Testmonat, etwa ein Viertel der veröffentlichten Stunden; bei rund 44 Prozent davon lag die Abdeckung außerhalb von 85 bis 95 Prozent. Das Testergebnis gilt für alle Bahnhöfe zusammen, nicht für einen einzelnen; die genauen Werte des letzten Tests zeigt die Seite selbst.

Grenzen: Die Zahlen beschreiben, wie es an diesem Bahnhof in der Vergangenheit aussah. Sie sind keine Prognose und keine Verbindung von A nach B; die Fahrzeit, der andere Bahnhof und verpasste Anschlüsse sind nicht enthalten. Es ist nicht die eigene Messung der Deutschen Bahn. Die Dateien je Bahnhof erzeugen wir von Hand neu, wenn neue Monate geladen sind.

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